BULGARIENS LETZTE SCHMALSPURBAHN

Die Rhodopen, ein abgelegenes Gebirge südlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia, beherbergt die höchstgelegene Personenzugstrecke des Balkans. Entlang 2000 Meter Höhe schlängelt sich die Bahn durch Europas bedeutendste Vogelschutzgebiete und Naturräume. Die bulgarische Regierung hatte die Strecke schon oft auf der Einspar-Liste, doch die örtliche Bevölkerung setzte sich durch – bislang fährt die Rhodopenbahn weiter, durch abgelegene Täler und entlang verlassener Stationen. 

 

Mehr als sechs Stunden schlängelt sich der alte Zug durch naturbelassene Wälder; vorbei an kleinen Minaretten, orthodoxen Zwiebel-Kirchtürmen und verlassenen Bahnübergängen, um nach 120 Kilometern sein Ziel zu erreichen - Dobrinishte. Hier, am Fuße des höchsten Gipfels des Pirin-Gebirges liegt der älteste Nationalpark Bulgariens, der Nationalpark Pirin. Er wurde bereits 1983 von der UNESCO ins Weltnaturerbe aufgenommen. 

 

Die Rhodopen und das anliegende Gebirge an der bulgarisch-griechischen Grenze gelten als Artenvielfalt-Hotspot Europas; nirgends sonst gibt es auf so kleiner Fläche so viele verschiedene Vogel-, Säugetier-, Insekten- und Pflanzenarten. Sogar der größte Greifvogel Europas, der fast ausgestorbene Mönchsgeier mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern lebt hier. Geschmeidig gleitet er durch die Luft, im Hintergrund der höchste Berg der Region, der Große Perelik. Sein 2191 Meter hoher Gipfel ist auch im Sommer mit Schnee bedeckt - auch wenn es in den Tälern oft heiß und schwül ist. Für die Menschen der Region ist der Perelik sagenumwobener Begleiter seit jeher. 

 

Entlang der Schmalspurgleise erzählt der Film vom verborgenen Leben in den naturbelassenen Tälern der Region, deren Bewohner seit jeher eng verbunden sind mit dem alten Zug.

 

https://vimeo.com/loupefilm

 

BULGARIENS LETZTE SCHMALSPURBAHN
BULGARIENS LETZTE SCHMALSPURBAHN
BULGARIENS LETZTE SCHMALSPURBAHN

EIN FILM VON ANTONIA COENEN

IDEE UND BUCH: MARCO CARLONE UND PHILIPP JURANEK

KAMERA: FRIDOLIN SCHÖPPER

MUSIK: ALEXANDER GEIGER

SCHNITT: TIM GREINER

REDAKTION: ANN-CHRISTIN HORNBERGER