Seit fast 120 Jahren verbindet die Wocheiner Bahn die malerischen Landschaften zwischen den Julischen Alpen und der Adria. Früher markierte sie den südlichsten Teil des Eisernen Vorhangs und trennte die beiden Blöcke: Italien auf der einen und Jugoslawien auf der anderen Seite. Heute ist sie eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Alpen mit der größten Steinbogenbrücke weltweit, der Salcona Brücke. Auf 89 Kilometer rollt sie durch vier europäische Klimaregionen, einen Nationalpark und ein UNESCO-Biosphärenreservat. Die Bahn wurde nach dem Tal „Wochein“ (slow. Bohinj) benannt und war ursprünglich Teil der „Transalpina“ von Villach/Klagenfurt nach Triest in Italien. Heute verläuft der Hauptteil ihrer Gleise entlang den Flüssen Baca, Soca und Sava von Nova Gorica/Gorizia über die Julischen Alpen bis zur Endstation Jesenice (Aßling).
Die Wocheiner Bahn verbindet die slowenische Karstregion im Süden mit dem alpinen Slowenien und der unberührten Landschaft des Triglav Nationalparks, dem größten und ältesten Schutzgebiet des Landes. Immer entlang des Wassers fährt der Zug durch einzigartige Schluchten und Canyons, und führt zum Bleder See, einen der schönsten Naturräume Sloweniens. Hier treffen Karstquellen, Wasserfälle, Bäche, Flüsse, alpine Gletscherseen und Feuchtgebiete aufeinander.
Ein Film von: Antonia Coenen
Kamera. Marco Carlone, Fridolin Schöpper, Gert Tobias
Schnitt: Tim Greiner
Idee: Marco Carlone